Zahnaufbau – Funktionen, Krankheiten und Behandlung von Zähnen

Zahnaufbau – Funktionen, Krankheiten und Behandlung von Zähnen

- 20 Min Lesezeit

Der Zahn­aufbau ähnelt sehr dem unseres Körpers. Die Krone als Kopf, der Zahn­hals und die Zahn­wurzel als Rumpf. Zudem verfügen unsere Zähne auch über innere Organe mit Blut­zirkulation und Nerven.

Die Gesundheit unserer Zähne und unseres Körpers steht auch deshalb in direktem Zusammen­hang. Herrscht im Körper beispiels­weise Kalzium­mangel oder ein hormonelles Ungleich­gewicht, beginnen die Zähne zu knirschen und werden dunkler. Und ist ein Zahn verletzt und gelangen Bakterien in den Blut­kreis­lauf, werden Herz und Immun­system geschädigt.

Je mehr wir über unseren Körper – einschliesslich des Zahn­aufbaus – wissen, desto besser können wir die Ursache von bestimmten Krankheiten im Körper verstehen und einordnen. Und häufig können wir uns deshalb schneller erholen. Dieser Artikel informiert Sie über:

  • Welche Art von Falten befinden sich auf unseren Kauzähnen?
  • Woraus besteht das stärkste Gewebe in unserem Körper?
  • Welche Farbe hat das Innere eines Zahns?
  • Was bedeutet geschwärztes Zahnfleisch?
  • Gibt es eine Wurzel in einem Milchzahn?
  • Welcher Zement hält einen Zahn im Kiefer?

Und vieles mehr.

Lassen Sie uns unsere zahnmedizinische Reise beginnen!

Zahnkrone Zahnkrone Aufbau

Eigentlich sind wir alle ein wenig König oder Königin. Unsere Kronen bzw. Zahnkronen sind der obere und sichtbare Teil des Zahnes. Die Kronen sind aus Fissur, Schmelz und Dentin aufgebaut.

Zahn­kronen sind ständigen Bakterien­angriffen ausgesetzt, die mit der Nahrung oder dem Atem in den Mund gelangen. Und weil sie sich auf der Ober­fläche des Kiefers befinden, macht sie besonders anfällig für physische Schäden.

Die häufigsten Probleme mit Zahnkronen

Die häufigsten Probleme mit Zahnkronen:

  • Erhöhte Empfindlichkeit
  • Reizungen
  • Zahnschmerzen
  • Traumen
  • Frakturen
  • Brüche

Sie können eine Temperatur­empfindlich­keit eines Zahnes daheim verhindern und sogar behandeln (mehr dazu). Wenn aber die Zahn­krone kaputt ist, kann nur der Zahnarzt helfen. Er ersetzt die abgebrochene Krone durch ein Implantat Ihrer Wahl (hier erfahren Sie, wie Sie die beste Krone auswählen). Die notwendige Behandlung wird in 4 Schritten durchgeführt.

Behandlung der Zahnkrone:

  1. Entfernung der zerstörten Krone
  2. Einsetzen eines Stiftes, auf dem die neue Krone befestigt wird
  3. Verbinden einer provisorischen Krone mit dem Stift.
  4. Austausch der provisorischen Krone durch eine permanente Variante

In der Regel verursacht ein Fremdkörper Abstossungs­reaktionen im Körper. Aus diesem Grund wird zunächst eine provisorische Krone eingesetzt. Sie hilft bei der Erkennung und Behandlung postoperativer Komplikationen, wie z. B. gereiztes Zahn­fleisch oder fauler Zahn unter der Krone.

Wenn Ihnen durch einen Unfall eine Zahnkrone gebrochen ist, übernimmt Ihre Krankenkasse die Operation des Ersatzes. Andernfalls kann Ihnen nur eine private Zahnzusatzversicherung die Kosten erstatten.

Zahnhals icon Zahnhals Aufbau

Der Aufbau des Zahn­halses beinhaltet: Das Zahn­fleisch, die dento­gingivale Rille (Vertiefung zwischen der Zahn­krone und dem Zahn­fleisch) und Zahn­fleisch­papillen (eine raue Schicht des Zahn­fleisch­epithels zwischen den Zähnen).

Bei einem gesunden Menschen ist der Zahnhals hinter dem Zahn­fleisch verborgen. Infolge von Krankheiten (Karies, Zahn­fehl­stellungen) oder durch zahn­ärztliche Eingriffen (Implantate, Zahn­spangen) kann der Zahn­hals jedoch freiliegen. Dieser Zustand wird als Zahn­fleisch­rückgang bezeichnet und wird von folgenden Symptomen begleitet.

Zahnfleischrückgang Symptomen

Zahnfleischrückgang Symptomen:

  • Temperaturempfindlichkeit
  • Schmerzen beim Kauen
  • Zahnfleischentzündung
  • Zahnlockerung

Ein leichter Rückgang des Zahn­fleisch­gewebes nach dem 50 Lebensjahr gilt als anatomisch bedingt, solange der Vorgang nicht zu einer Frei­legung der Zahn­wurzeln führt. Ein weiteres normales Merkmal ist ein Zahn­fleisch­lächeln, bei dem das Zahn­fleisch verkürzt ist, der Zahn­hals jedoch nicht freigelegt wird.

Das Zahn­fleisch als unabhängiger äusserer Teil des Zahn­halses hat viele Merkmale, die wir uns genauer ansehen sollten.

Grübchen (Fissur) Grübchen (Fissur)

Es sind die Fissuren, die dem oberen Teil des Zahnes die Form einer Krone verleihen. Der Aufbau von Zahn­fissuren besteht aus rillenartigen Vertiefungen in den Backen­zähnen (Molaren).

Beim Kauen kann ein Teil der Nahrung in den Rillen des Grübchens stecken bleiben, was zu Karies führen kann. Aufgrund der nur geringen Grösse dieser Rillen ist ein sogenannter Fissuren­karies im Frühstadium schwer zu erkennen. Die Situation kann auch durch Mikro­risse an der Zahn­krone und insbesondere am Zahn­grübchen kompliziert werden.

Obwohl Fissuren­karies in der Regel das Anfangs­stadium der Krankheit ist, kann sie ohne angemessene Behandlung einen Zahn vollständig zerstören. Auch nach der Beseitigung der Fissuren entwickelt sich weiterhin Karies, der das umgebende Zahn­gewebe angreift. Das kann zu Komplikationen wie Pulpitis und Periostitis führen.

Die effektivste Methode zur Behandlung und Prävention solcher Karies ist eine Versiegelung der Fissur. Dieser zahn­ärztliche Eingriff ist schmerz­frei und wird während einer Zahn­arztsitzung durchgeführt.

Fissurenversigelung Ablauf

So führt ein Zahnarzt eine Fissurenversiegelung durch:

  1. Visuelle Inspektion
  2. Reinigung von Plaque und kariösen Ablagerungen
  3. Auftragen von Füllmaterial (Komposit, Glasionomerzement etc.)

Die Fissuren­versiegelung, insbesondere bei tiefen Rillen, schützt von Kindheit an vor Karies. Bei der jährlichen Kontroll­unter­suchung kann Ihr Zahnarzt den Zustand der Füllung beurteilen und sie bei Bedarf ersetzen.

Zahnschmelz Zahnschmelz

Das Grübchen ist mit Zahn­schmelz bedeckt. Der Schmelz schützt die gesamte Zahnkrone und insbesondere den inneren Teil, das Dentin, vor physischen Schäden.

Der Mensch kann mit einer Kraft von bis zu 442 kg zubeissen (Guinness-Rekord). Dies unterstreicht die unglaubliche Stärke des Zahnschmelzes. Aber was macht den Schmelz so felsenfest? Woraus besteht Zahnschmelz eigentlich?

Der Zahnschmelzaufbau:

  • Hydroxylapatit-Kristall (96%) inkl.
    • Magnesium
    • Fluor
    • Kohlenstoff
  • Wasser (2-3%)
  • organisches Material (Proteine, Fette, Kohlenhydrate – 1-2%)

Hydro­xylapatit wird auch in Zahn­pasta­produkten eingesetzt, um den Zahnschmelz zu remineralisieren und zu stärken.

Auch menschliche Knochen sind mit Hydroxyapatit (50% der Gesamtmasse) gefüllt. Durch die Analyse des Hydroxyapatit-Zustandes in den Überresten der Fauna können Archäologen bestimmte Merkmale der entsprechenden Zeit herausfinden.

Unser Zahn­schmelz – unabhängig davon, wie stark er erscheinen mag – kann sich mit der Zeit abnutzen und brauner werden. Falls ein Patient Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, einen falschen Biss hat oder beispielsweise unter einer fehlerhaften chemischen Zusammen­setzung des Speichels leidet, steigt das Risiko einer Ausdünnung und Zerstörung des Zahn­schmelzes. Um seine Gesundheit und seine weisse Farbe so lange wie möglich zu erhalten, geben Zahnärzte folgende Empfehlungen.

Vorsorge für gesunden Zahnschmelz

Do’s

  • Lebensmittel mit Kalzium (Milch­produkte), Vitamin D (Fisch, Eier, Pilze) und E (Nüsse und Getreide)
  • rohes Gemüse und Obst
  • Wasser / grüner Tee

Dont’s

  • saure und zuckerhaltige Lebens­mittel
  • Aufhellungs­pasten
  • scharfe Zahn­bürsten

Zur Stärkung des Zahn­schmelzes sind beliebt: Mundspülung mit Natron (Soda), Meersalz oder Propolis sowie Zähne­putzen mit Aktivkohle.

Bei kritischem Zustand des Zahn­schmelzes wird die Krone vom Zahnarzt abgebaut und durch ein Implantat ersetzt.

Dentin usw. Zahnbein Dentin (Zahnbein)

Unter dem Zahn­schmelz befindet sich das Dentin, das auch als Zahn­bein bezeichnet wird. Es bildet das Skelett des Zahns — sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Dentin besteht aus porösem Knochen­gewebe. Durch seine Mikrorillen verlaufen Gefässe und Nerven, die den Zahn­schmelz versorgen.

Der Aufbau von Zahndentin

Der Aufbau von Zahndentin:

  • Hydroxylapatit (65%)
  • Kollagen (25%)
  • Wasser (10%)

Das Dentin bildet sich in 2 Stufen: Das Primär­dentin entsteht, bevor die Zähne nach aussen durch­brechen, während das Sekundär­dentin das Primär­dentin verstärkt und ergänzt, wenn die Zahn­struktur gestört ist.

Dentin hat von Natur aus eine gelbliche Farbe. Menschen mit dünnem Zahnschmelz erkennt man deshalb an ihren gelben Zähnen.

Bei tiefem Karies, insbesondere bei Fissuren­karies, kann das Dentin des Zahns noch stärker betroffen sein als der Zahn­schmelz. Bei sekundärem Dentin kann die den Zahn betreffende Remineralisierung dazu beitragen, dass man das Zahn­dentin wieder aufbauen kann, ohne dass die Krone ersetzt werden muss. Und bereits seit 2014 wird eine Technologie zur Laser­sanierung des Zahn­gewebes getestet, die noch wirksamer gegen derartige Zahn­probleme sein soll.

Lasersanierung des Zahngewebes

Zahnfleisch Zahnfleisch

Dank hoher Regenerations­fähigkeit ist unser Zahn­fleisch in der Lage, chemische und biologische Angriffe zu überstehen. Es schützt den Kiefer vor Bakterien, Temperaturen, physischen Schäden und weiteren Faktoren, die andere Zahngewebe schwer schädigen können.

Der Aufbau des Zahn­fleisches basiert auf Kollagen, das es weich und geschmeidig macht. Kollagen ist auch ein Bestand­teil vieler kosmetischer Produkte sowie von Präparaten zur Zahn­fleisch­behandlung.

Das Zahn­fleisch ist ein Indikator für die Gesundheit der Zähne und sogar des gesamten Körpers eines Menschen. Durch eine Analyse der Zahn­fleisch­farbe kann man schnell gesundheitliche Probleme erkennen.

Was bedeuten die verschiedenen Zahn­fleisch­farben?

Gesunde Zahnfleischfarbe

Gesunde Zahnfleischfarbe
  • Korallenrosa
  • rosa Halbtöne
  • hautfarben

Gefährliche Zahnfleischfarben

Rotes Zahnfleisch

Hell / Rotes Zahnfleisch

  • Gingivitis (Zahn­fleisch­entzündung)
  • Zahn­stein­bildung
  • bakterielle Infektion
Blaues Zahnfleisch

Blaues Zahnfleisch

  • Zähne scheinen durch (bei Kindern)
  • physisches Trauma des Zahnfleischs
  • falsche Prothetik
  • entzündliche Prozesse
  • Erkrankungen der inneren Organe (Herz-Kreislauf-System, Schilddrüse, Nieren)
Weisses Zahnfleisch

Weisses Zahnfleisch

  • hohe Temperatur­einwirkung (Brand­wunde)
  • Reaktion auf mechanische Beschädigungen
  • Stomatitis (Ansammlung von Bakterien)
  • Pilz­infektion
  • Immun­probleme
  • Fett­pickel oder Zyste (ein gutartiger Tumor)
verfärbtes Zahnfleisch

Dunkel / schwarz / verfärbtes Zahn­fleisch

  • Folge des Rauchens
  • Addison-Krankheit (hormoneller Mangel)
  • Hyper­pigmentierung
  • Perikoronit (abnormales Wachstum der Weisheits­zähne)
  • Melanom (bösartiger Tumor)

Verfärbungen sind nur das Symptom einer Zahn­fleisch­erkrankung. Die häufigsten davon sind Parodontose, Gingivitis und Parodontitis. Wundes Zahn­fleisch kann extrem gereizt, entzündet, geschwollen, schmerzend und blutend sein. Haben Sie eines dieser Symptome an sich bemerkt? Dann empfehlen wir Ihnen, so bald wie möglich Ihren Zahn­arzt oder Paradontologen (Zahnf­leisch­spezialist) auf­zu­suchen.

Zur Wieder­herstellung des Zahn­fleisches reichen oft Tabletten und Salben. Sollte das Zahn­fleisch durch eine Verletzung oder ein Fort­schreiten der Krankheit erheblich geschädigt sein, ist jedoch ein chirurgischer Eingriff erforderlich. In diesem Fall schneidet der Zahn­arzt den beschädigten Teil des Zahnfleisches heraus aus und implantiert an seiner Stelle ein künstliches Gewebe oder eine Gaumen­klappe. Bereits nach einer Woche wächst das Zahn­fleisch wieder nach.

Zahnwurzel Zahnwurzel Aufbau

Von der Krone entlang des Halses gehen wir jetzt hinunter zum Körper des Zahns — der Zahn­wurzel. Die Zahn­wurzel ähnelt in ihrem Aufbau ebenfalls unseren inneren Organen und besteht aus folgenden Teilen.

Bestandteile der Zahnwurzel:

  • Wurzelhaut
  • Wurzelzement
  • Wurzelkanal
  • Wurzelspitze
  • Zahnnerven

Die häufigste Erkrankung dieses Teils des Zahns nennt sich Parodontitis (Entzündung der Zahn­wurzel). Die kann durch Karies, einen perforierten (löchrigen) Zahn, ein Zahn­trauma (z. B. einem abgebrochenen Zahn) oder Folgen eines Implantats (z. B. abgestorbenes Gewebe nach dem Zahn­ersatz) verursacht werden. Die zahnärztliche Behandlung der Parodontitis besteht in der Reinigung und Füllung der betroffenen Teile der Zahnwurzel.

Viele Eltern sind überzeugt, dass ein Milch­zahn keine Wurzel hat. Und die meisten der aus­gefallenen Zähne ihrer Kinder sind wirklich wurzellos. Tatsächlich aber gibt es in Milch­zähnen eine Zahn­wurzel, die nur bis zum Ausfall absorbiert wird. Dieser Vorgang ist ganz normal und wird im Kindes­alter nicht behandelt.

Damit Ihr Zahn nicht sofort ausfällt, wenn Sie in einen Apfel beissen, verfügt die Wurzel über eine sichere Befestigung — Wurzelzement und Wurzelhaut.

Wurzelzement Wurzelzement

Der Wurzel­zement ist wie ein Kleidungsstück für den «Zahnkörper». Sie erstreckt sich vom Hals bis zu den Nerven, verbindet diese mit dem Kiefer und schützt sie vor Schäden.

Durch Entzündungen oder andere schmerz­hafte Prozesse geht die Zähigkeit des Wurzel­zements verloren und der Zahn kann sich lockern. Künstlicher Zahn­zement, der viel Zink, Kalzium und Phosphor enthält, kann jedoch die frühere Festigkeit der Zahn­wurzel wieder­herstellen. Dieses Material wird auch zum Aufbau anderer Teile des Zahns verwendet.

Anwendungen von Dentalzementen

Anwendungen von Dentalzementen:

  • Permanente und provisorische Füllungen
  • Heil- und Isolierpads
  • Wur­zelkanal­füllung
  • Fixierung von orthopädischen und kiefer­orthopädischen Konstruktionen

Unter dem Zahn­zement befindet sich sein Ernährungs­zentrum — die Wurzel­haut.

Wurzelhaut Wurzelhaut

Die Basis der Wurzel­haut (Periodontium) ist aus Binde­gewebe aufgebaut. Es besteht aus kollagenen Fasern, arteriellen, venösen und lymphatischen Gefässen und Nerven, die einen Bandapparat bilden. Als Besonderheit des parodontalen Gewebes gilt, dass es zu einer schnellen Regeneration fähig ist.

Es ist die Wurzel­haut, die beim Kauen die Belastung der Zähne aufnimmt. Bei einer Entzündung (Periodontitis) verlieren ihre Fasern die Elastizität, was zum Zahn­verlust führen kann.

Raucher sind besonders anfällig für Periodontitis. Laut Forschung beeinträchtigt Nikotin die Durchblutung, die Innervation sowie lebensspendende Prozesse in der Zahnwurzel. Finden Sie hier heraus, wie man seine Zähne vor den schädlichen Auswirkungen des Rauchens schützen kann.

Periodontitis tritt meist bei fort­geschrittener Karies auf. Zur Behandlung öffnet der Zahn­arzt die Zahn­krone, reinigt sie und legt die Wurzel­kanäle frei. Nachdem die Entzündung gelindert ist, trägt der Zahn­arzt ein antiseptisches Medikament auf und füllt den Zahn wieder auf.

Der Aufbau von Wurzelhaut wird unter professioneller Aufsicht eines Zahnarztes durchgeführt. Wenn Sie auf der Suche nach einem solchen Spezialisten sind, hilft Ihnen unsere Datenbank weiter.

Wurzelkanäle Wurzelkanäle

Die inneren Organe des Zahns sind seine Wurzelkanäle. Sie können visuell in zwei Hälften geteilt werden. Der obere Teil, der näher an der Krone liegt, heisst Pulpa. Den unteren Teil erkennt man durch eine Ansammlung von Blutgefässen.

Die Zahnkanäle verfügen über keinen eigenen Schutz. Daher besteht bei einer Zahnverletzung, einem fortgeschrittenen Karies oder einer Perforation die Möglichkeit, dass Bakterien in das Innere gelangen. Dieser Vorgang wird von Schmerzen (Nerven werden berührt), Blutungen (Reaktion der Blutgefässe) oder Entzündungen begleitet und kann sogar zum Absterben des Zahnes führen. Daher ist es wichtig, Verletzungen an Zahnkrone und Zahnhals zeitnah beim Zahnarzt behandeln zu lassen.

Pulpa (Zahnmark) Pulpa (Zahnmark)

Die Pulpa wird oft mit dem Zahn­nerv verwechselt, da sie sehr empfindlich auf jeden Reiz reagiert. Neben den Nerven umfasst der Aufbau der Zahn­pulpa auch Blut­gefässe, die den Zahn ernähren und regenerieren.

Eine Erkrankung des Zahnmarks wird Pulpitis genannt. Sie kann durch folgende Symptome identifiziert werden.

Die Hauptsymptome der Pulpitis:

  • scharfe, pochende Schmerzen im gesamten Kiefer (auch im Ohr, in der Schläfe und im Hals)
  • ein Gefühl des «Schwellens» im wunden Zahn
  • starke Temperaturempfindlichkeit der Zähne

Eine Pulpitis ist bei Kindern ebenfalls sehr häufig. Milch­zähne sind im Gegen­satz zu den bleibenden Zähnen anfälliger für die Krankheit, weil sie nur eine dünne Zahn­schmelz­schicht haben. Das Immunsystem ist ausserdem in diesem nicht ausgereiften Alter noch nicht in der Lage, den Körper vollständig zu schützen.

Es gibt 2 Behandlungsmöglichkeiten für Pulpitis:

  • therapeutisch Behandlung der Krankheitsursache und Sanierung des Zahnmarks;
  • chirurgisch Entfernung der betroffenen Teile der Pulpa und Aufbau ihrer Struktur.

Wurzelspitze Wurzelspitze

Der unterste Teil des Zahns ist die Wurzelspitze. Hier verlaufen Blut­gefässe und Nerven, die den Zahn mit dem Knochen­mark verbinden. Ist die Spitze erkrankt, wird der Zahn geschwächt und anfällig.

Erkrankungen der Wurzel­spitze (zum Beispiel Parodontitis oder Granulom) entstehen oft durch unbehandelten Karies oder nach problem­behafteten chirurgischen Eingriffen. Damit der Entzündungs­prozess nicht zu einem toten Zahn führt, wird der erkrankte Teil entfernt (Wurzel­spitzen­resektion).

Bakterien, die über die Wurzel­spitze in den Blut­kreis­lauf gelangen, können den gesamten Körper schädigen. Um weitere Folgen zu vermeiden, sollten Sie dringend einen Zahn­arzt aufsuchen, sobald die Symptome auftreten. Und für zahn­ärztliche Eingriffe finden Sie die besten Spezialisten auf unserer Website.

Jetzt haben Sie erfahren, dass der Zahnaufbau ein wenig komplizierter ist als in meinem Avatar dargestellt. Das Zahnarzt-Search Team hofft, dass dieser Artikel Ihnen geholfen hat, den „Körper des Zahns“ besser zu verstehen und Sie nützliche Informationen gesammelt haben. Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, fragen Sie uns in den Kommentaren oder besprechen Sie es bei einem Termin mit Ihrem Zahnarzt.

Wir wünschen Ihnen, dass Ihr Zahnschmelz nie abgeschliffen wird und Ihr Zahnfleisch immer rosa bleibt!

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