Die beste Zahnpasta

Welche Zahnpasta ist die beste für Ihre Zähne?

- 8 Min Lesezeit

Fühlen Sie sich auch ein wenig überfordert, wenn Sie in der Drogerie vor den riesigen Zahnpasta-Regalen stehen und die für Sie am besten geeignete Zahnpasta auswählen sollen?

Sollen Sie sich für eine Zahnpasta ohne Fluorid oder mit Fluorid entscheiden? Für eine Zahnpasta gegen Zahnstein oder gegen empfindliche Zähne? Oder beides? Und vergessen Sie nicht, über eine schwarze Zahnpasta oder eine vegane Zahnpasta aus rein natürlichen Komponenten nachzudenken.

Dieser Artikel liefert Ihnen den ultimativen Guide zur Auswahl der besten Zahnpasta.

Was verbirgt sich im Inneren einer Zahnpastatube?

Zuerst sollten wir herausfinden, was die vielen komplizierten Begriffe auf der Inhaltstoffliste von Zahncremes bedeuten. Trotz der vielen Zahnpasta-Sorten gibt es einige Inhaltsstoffe, die man in den meisten Produkten wiederfindet.

Die Inhaltsstoffe von Zahnpasta

Inhaltsstoffe von Zahnpasta

Scheuermittel icon Scheuermittel
Schleifmaterialien in der Zahnpasta, wie zum Beispiel Calcium Carbonate und Silicate, die dabei unterstützen, Nahrung, Bakterien und mögliche Flecken von den Zähnen zu entfernen.
Geschmacksverstärker icon Geschmacksverstärker
Künstliche Süssstoffe - einschliesslich Saccharin - werden einer Zahnpasta häufig zugesetzt, damit sie besser schmeckt. Obwohl die meisten Menschen den Geschmack von Zahnpasta häufig mit Minze assoziieren, gibt es Pasten in einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen, darunter Zimt, Zitrone-Limette und sogar Kaugummi.
Feuchthaltemittel icon Feuchthaltemittel
Pasten enthalten oft Stoffe wie Glycerin, die ein Austrocknen der Zahnpasta verhindern.
Verdickungsmittel icon Verdickungsmittel
Mittel, die der Zahnpasta die notwendige Dichte verleihen, um die passende Zahnpasta-Textur zu erreichen.
Detergenzien icon Detergenzien
Der Schaum, der beim Zähneputzen entsteht, stammt von Reinigungsmitteln wie Natriumlaurylethersulfat.

Doch das Wichtigste in der Zahnpasta ist – das Fluorid. Entgegen bekannter Mythen, dass Fluorid schädlich und giftig für die Zähne sei, handelt es sich um das einzige wissenschaftlich nachgewiesene Element, das unsere Zähne wirksam vor Karies schützt. Dieses natürliche Mineral hat viele Vorteile.

Vorteile von Fluorid für unsere Zähne

  • schützt vor Karies
  • reduziert den Aufbau von Plaque und Zahnstein (gehärtete Plaque)
  • stärkt den Zahnschmelz
  • reduziert das Risiko von Zahnfleischentzündungen und dem damit verbundenen Zahnfleischbluten
  • reduziert geruchsverursachende Bakterien im Mund und sorgt für einen frischen Atem
  • reduziert die Empfindlichkeit der Zähne
  • bleicht die Zähne
  • korrigiert Säureschäden
  • reduziert Komplikationen im Zusammenhang mit Mundtrockenheit

Meistens finden Sie in Ihrer Zahnpasta Natriumfluorid, Aluminiumfluorid, Zinnfluorid oder Aminfluorid. Die meisten Zahnpasten der bekannten Marken wie Colgate, Blend-a-med, Odol-med3 verzeichnen Natriumfluorid auf ihren Inhaltstofflisten.

Fluorid in ihrer Zahnpasta: Natrium-, Aluminium-, Zinn-, Aminfluorid

Einige etwas teurere Marken verwenden häufig eine Kombination aus Aluminiumfluorid und Zinnfluorid. Aluminiumfluorid ist offensichtlich nicht so wirksam bei der Kariesbekämpfung, verfügt aber über Eigenschaften, die das Zahnfleischbluten verhindern. Zinnfluorid gehört ebenfalls zu den geeigneten Kandidaten für Zahnpflegeprodukte. Da Zinn-Ion jedoch sehr reaktiv ist, verwenden die Hersteller es meist in Kombination mit einem Aluminiumfluorid.

Aminfluorid, das in der Schweiz entwickelt wurde, bindet das Fluorid-Ion an ein Fettsäure-Amin-Ion. Es hilft so, Oberflächen einfacher anzufeuchten.

Vergessen Sie nicht, die Fluoridkonzentration in Ihrer Zahnpasta zu überprüfen. Eine fluoridhaltige Zahnpasta für Erwachsene sollte über 0.1% (=1000 ppm) bis 0.15% (= 1500 ppm) Fluorgehalt verfügen.

Falls Sie sich für eine Kinderzahnpasta für Kinder unter 6 Jahren entscheiden, achten sie darauf, dass die Fluoridkonzentration in Kinderzahnpasta-Produkten nicht höher als 0.05% (500 ppm) liegen darf. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie europäische Kinderzahncreme verwenden – diese enthalten die doppelte Menge an Fluorid.

Zahnpasta-Typen

Um herauszufinden, welche Zahnpasta am besten zu Ihnen passt, sollten Sie die unterschiedlichen Typen vergleichen. Denn nicht alle Zahnpasten sind gleich – auch wenn Sie es vielleicht glauben. Tatsächlich gibt es viele unterschiedliche Zahnpastasorten, von denen jede über ihre individuellen Anwendungen und Inhaltsstoffe verfügt.

Zahnpasta gegen Zahnstein

Zahnpasta gegen Zahnstein

Es gibt eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen in der Zahnpasta, die dazu beitragen, die Bildung von Zahnstein auf den Zähnen zu verhindern. Sie enthalten spezielle chemische Verbindungen, Antibiotika und mehrere Anti-Plaque-Wirkstoffe, die den Zahnstein effektiv bekämpfen. Falls Sie bereits Zahnstein haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Manche dieser Elemente sind dazu geeignet, Zahnstein zu entfernen.

Zahnpasta für empfindliche Zähne

Sensitivitäts-Zahnpasta enthält spezielle Verbindungen, die Zahnnerven an der Wahrnehmung von Hitze und Kälte schützen. Damit wird das Problem einer möglichen Überempfindlichkeit gelöst. Diese Zahnpasta-Produkte sollten 3-4 Wochen lang täglich angewendet werden, um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Lesen Sie unseren Artikel um mögliche Ursachen einer Temperatur­empfindlichkeit ihrer Zähne zu entdecken.

Zahnpasta für empfindliche Zähne
Zahnpasta für weisse Zähne

Zahnpasta für weisse Zähne

Whitening-Zahnpasta kann Zähne leicht aufhellen, indem sie oberflächliche Verfärbungen entfernt, die z. B. durch Kaffeetrinken oder Rauchen entstanden sind. Lesen Sie hier mehr über den Gesundheitszustand von Raucherzähnen.

Allerdings können bleichende Zahnpasten weder die natürliche Farbe Ihrer Zähne verändern, noch einen Fleck verhindern, der tiefer als die Oberfläche eines Zahns geht.

Wenn Sie mit der Wirkung Ihrer Bleaching-Zahnpasta nicht zufrieden sind, fragen Sie Ihren Zahnarzt nach anderen Möglichkeiten der Zahnbleichung.

Zahnpasta bei Paradontitis

Die optimale Zahnpasta gegen Zahnfleischerkrankungen sind keimbekämpfende Produkte, da Zahnfleischerkrankungen durch Plaque und Zahnstein auf den Zähnen verursacht werden. Diese speziell konfigurierten Zahnpasten helfen, schädliche Bakterien zu entfernen, die Zahnfleischentzündungen provozieren. Sie verhindern zudem, dass die Parodontitis in ein fortgeschrittenes und schädliches Stadium übergeht.

Zahnpasta bei Paradontitis
Zahnpasta für Zähne mit der Zahnspange

Zahnpasta für Zähne mit der Zahnspange

Patienten, die eine Zahnspange tragen, benötigen keine spezielle Zahnpasta. Da das Risiko der Zahnsteinbildung bei Zahnspangenträgern jedoch zunimmt, sollten Sie den Fluoridgehalt Ihrer Zahnpasta besonders sorgfältig überprüfen.

Gleichzeitig ist es nicht empfehlenswert, bleichende Zahnpasta zu verwenden. Dabei könnte es zu Farbunterschieden auf den Zähnen kommen.
Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Formate von Zahnspangen.

Zahnpasta für Prothesen

Normale Zahnpasta-Produkte können Prothesen beschädigen. Sie enthalten abrasive Stoffe, die Zahnimplante zerkratzen und damit Zugänge für den Bakterienbefall bilden können. Sie können Ihre originalen Zähne mit normaler Zahnpasta putzen, aber es ist notwendig, einen speziellen Reiniger für Ihre Prothesen zu verwenden. Ausserdem dürfen niemals Bleichmittel auf die Prothese aufgetragen werden.

Sind Sie noch auf der Suche nach einer passenden Prothese? Dieser Artikel hilft Ihnen bei der Suche nach dem perfekten Zahnimplantat.

Zahnpasta für Prothesen
Kinderzahnpasta

Kinderzahnpasta

Normalerweise enthält Kinderzahnpasta weniger Fluorid und Schleifmittel als Zahncreme für Erwachsene. Viele enthalten zudem Süssstoffe, um Kinder zum regelmässigen Zähneputzen zu verleiten. Die meisten Zahnärzte plädieren für zinkfreie Zahncremes, da Kinder weniger Zink als Erwachsene benötigen. Die Einnahme von Zink in grösseren Mengen ist zudem gefährlich. Deshalb sollte Zink in Zahnpasta aus Sicherheitsgründen vermieden werden.

Zahnpasta-Trends 2021

Ein professioneller Zahnarzt wird Ihnen keine Empfehlung bezüglich einer Entscheidung für die passende Zahnpasta geben, ohne Ihre Zähne gecheckt zu haben. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass die gesamte Dental-Branche sich modischen Einflüssen schon lange nicht mehr widersetzt.

Verfolgen Sie deshalb unsere Artikel über zahnästhetische Trends: 8 Ästhetische Zahnmedizin-Trends, die man im Jahr 2021 kennengelernt haben sollte

Häufig werden diese Trends durch Celebrities oder Influencers gesetzt. Bei solchen Empfehlungen handelt es sich in erster Linie lediglich um Werbung, die man kritisch beurteilen und mit Vorsicht behandeln muss. Aber manchmal kann man in solchen Quellen interessante Ansätze finden.

Zahnpasta-Trends 2021

Schwarze Zahnpasta Schwarze Zahnpasta

Beispielsweise finden wir heute immer häufiger sogenannte «Schwarze Zahnpasta» in den Regalen. Fans von Zahnpasta mit Aktivkohle behaupten jedenfalls, dass diese Produkte die Zähne weisser putzen und den Atem frischer machen als jede andere Zahncreme.

Bevor Sie sich jedoch für dieses Trendprodukt entscheiden, sollten Sie berücksichtigen, dass eine Zahnpasta aus Aktivkohle zu abrasiv für den täglichen Gebrauch wirkt. Sie kann zudem Flecken verursachen und — die meisten Aktivkohlezahnpasta-Produkte sind Fluoridfrei.

Für Träger von Zahnspangen, Alignern oder Veneers ist schwarze Zahnpasta nicht empfehlenswert, da Aktivkohle diese Dental-Instrumente schnell verfärben kann.

Natürliche Zahnpasta Natürliche Zahnpasta

Vegane und nachhaltige Zahnpasten werden immer beliebter, weil sie keine schädlichen Chemikalien erhalten. Normalerweise werden diese Zahnpasta-Produkte aus Kräuterextrakten wie Ingwer, Kurkuma, Aloe Vera und natürlichen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen hergestellt.

Diese Zahnpasten sind besonders beliebt bei Veganern oder Konsumenten, die empfindlich auf die Chemikalien in gewöhnlichen Zahnpasten reagieren. Zentraler Nachteil dieser Zahnpasten ist das Fehlen von Fluorid, das für den Schutz des Zahnschmelzes und die Stärkung der Zähne ausserordentlich wichtig ist.

Zahnpasta Formen

Der Trend zu nachhaltiger Zahnpasta beschränkt sich nicht nur auf die Liste der Inhaltsstoffe, sondern bietet den Konsumenten auch eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Zahnpasta-Arten. Man findet hier Zahnpasta-Angebote in Form von Zahnkreide, Zahnpulver, Zahnputztabletten oder Zahnseife. Diese Produkte bestehen in der Regel aus natürlichen Zutaten, enthalten Vitamine wie B12, natürliche Öle und sind frei von Mikroplastik. Aber Vorsicht ist geboten, da auch solche Zahnpasten fluoridfrei sein können.

Zahnpasta-Tabletten beispielsweise enthalten die typischen Inhaltsstoffe von Zahnpasta. Einige enthalten auch Fluorid. Manche Produzenten bieten vegane und naturreine Zahnpasta-Tabletten an. Wenn diese Tabletten gekaut werden, vermischen sich die Inhaltsstoffe mit dem Speichel und bildet eine Zahnpasta-ähnliche Substanz, die dabei hilft, Speisereste und Zahnbelag zu entfernen.

Selbstgemachte Zahnpasta Selbstgemachte Zahnpasta

In letzter Zeit wird es immer beliebter, im Internet eine Zahnpasta selbst herzustellen. Dort haben Sie die Chance, die Inhaltsstoffe selbst zu kontrollieren, den Verbrauch von Plastik zu reduzieren, Geschmack sowie Textur individuell anzupassen und Kosten zu sparen.

Aber behandeln Sie speziell «natürliche» Zahnpasta-Rezepte mit grosser Vorsicht. Einige Inhaltsstoffe wie Wasserstoffperoxid oder Essig können den Zahnschmelz abbauen und zu vergilbten Zähnen und Zahnfleischproblemen führen. Denken Sie auch daran, dass Ihre selbstproduzierte Zahnpasta kein Fluorid enthalten wird.

Zu diesem Trend gehören auch Produkte wie Kokosnussöl-Zahnpasta oder so genannte Oil Pullings. Fans dieser Produkte behaupten, dass sie schädliche Bakterien im Mund beseitigen, Plaque und Gingivitis reduzieren, Mundgeruch vermindern und sogar die Zähne aufhellen. Leider existieren bis heute nur wenige Studien über die Wirksamkeit dieser Rezepte.

Checkliste für die Auswahl Ihrer Zahnpasta

  • Prüfen Sie, welche speziellen Anforderungen (Empfindlichkeit, Zahnstein, Paradontitis usw.) Ihre Zähne haben.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Zahnpasta über einen ausreichenden Flourid-Gehalt verfügt.
  • Überlegen Sie, ob Sie wirklich eine alternative Form der Zahnpasta wie Tabletten oder Kreide anwenden möchten. Wenn Sie unterschiedliche Anforderungen haben, können Sie mehrere Zahnpasten parallel anwenden: z. B. eine Zahnpaste für das Zahnfleisch bei der Morgenhygiene und eine Zahnpasta gegen Karies für die Abendhygiene.
  • Prüfen Sie das Verhältnis zwischen der Grösse der Zahnpastaverpackung und ihrem Preis.
  • Berücksichtigen Sie mögliche Anforderungen Ihrer Familienmitglieder. Es kann durchaus vorkommen, dass jedes Familienmitglied ein eigenes Zahnpasta-Produkt benötigt.

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Zahnpasta in Ihrem speziellen Fall die Richtige ist, sollten Sie nicht zögern, Ihren Zahnarzt zu fragen. Finden Sie einen passenden Zahnarzt in Ihrer Nähe und buchen Sie umgehen einen Termin.

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